Archiv für den Monat: März 2014

Lernen Sie von der Kreativität in der Zauberei

Kreativität kann und will gelernt sein

Ein Beitrag von Vito Lupo (Preisträger bei den Zauberweltmeisterschaften). Übersetzt, editiert und eingereicht vom InSzeneMagier Thorsten AbraXas Ophaus.

Die Wissenschaft der Kreativität in der Kunst ist noch relativ jung. Bis zur Epoche der Aufklärung waren immer höhere Kräfte an inspirierenden Werken beteiligt. Kreativität entstand durch den Kuss der Muse oder das Wort Gottes, dass eingehaucht wurde. Bis heute wird die Quelle der Kreativität von vielen Zauberern ignoriert. Dabei ist es alles andere als Zauberei.

Viele Informationen sind der beste Weg Kreativität zu entwickeln. Studieren und Forschen gibt uns ein tieferes Wissen, so dass wir leichter neue und innovative Ideen und Lösungen finden können.

Statt aber nur gezielt kreativ zu sein, können Sie auch schon gleich am Morgen die Kreativität begrüßen, noch bevor Sie die Zähne putzen oder Emails checken. Auch wenn es für einige unmöglich zu sein scheint.

Schon in „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll heißt es: „Ich kann nicht an unmögliche Dinge glauben.“, sagt Alice. Da erwidert die Königin: „Ich wage zu sagen, dass Du wohl nur wenig Übung hattest. Wie ich in Deinem Alter war, übte ich immer für eine halbe Stunde. Teilweise glaubte ich bereits vorm Frühstück an sechs unmögliche Dinge.“

Diesem Beispiel folgend, fordere ich Sie auf, morgen früh noch vor dem Frühstück in diese positive Richtung zu beginnen. Fangen Sie an, an sich zu glauben und träumen Sie, was Sie und Ihre Zauberkunst erreichen können, wenn Sie frei und kreativ sind.

Hier meine Empfehlung für dieses kreative unternehmen: Benutzten Sie ein Notizbuch, um Ihre kreativen Prozesse und Ideen fest zu halten. Dieses Journal ermöglicht einen Blick zurück auf das Erreichte und hilft bei der Suche nach möglichen Lösungen. Dazu finden Sie darin Inspirationen für später.

Für den Start des kreativen Unternehmens legen sie sich ein Notizbuch parat und ziehen das folgende Experiment eine Woche lang durch. Jeden Morgen schreiben Sie sechs Punkte auf, die Sie heute mit Ihrer Zauberkunst für unmöglich halten, und das ohne Einschränkungen. Greifen Sie nach den Sternen und erdenken Sie das Unmögliche. Je mehr Gedanken Sie aufschreiben, desto vertrauter werden Sie mit dem Prozess des kreativen Denkens. Manchmal braucht es nur einen Funken kreativer Vorstellungskraft, um sich andere Realitäten zu erschaffen. Aber um damit anzufangen, braucht es Übung und Hingabe.

Für alle, die jetzt denken ‚mit Zauberkunst habe ich nichts am Zylinder‘, sei gesagt: Wir alle sind Zauberer auf dem eigenen Gebiet. Oft wundern sich unsere Mitmenschen, wie wir etwas getan haben. Für welche außergewöhnlichen Ideen sind Sie bereit? Wie viele unmögliche Dinge haben Sie heute schon erdacht? Sind Sie gerade kreativ?

Mehr Informationen zum InSzeneMagier AbraXas unter http://www.inszenemagier.de

In Action
Zauberei live

Wenn Kreativität im Traum zuschlägt

Sie wachen nachts auf und hatten im Traum eine geniale Idee. Eine Idee, die die Welt oder Ihr Business, Ihr Liebesleben oder sonst irgendetwas von immenser Wichtigkeit radikal verbessert. Voller Vorfreude schlafen Sie mit einem dicken Grinsen wieder ein.
Am Morgen wachen Sie auf und das einzige, an das Sie sich erinnern können ist, dass Sie eine grandiose Idee gehabt haben. Leider nicht mehr, was diese grandiose Idee war.

Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt und sich dann mit einem Notizblock und Kuli gewappnet. Schließlich soll es Ihnen nicht wieder passieren, eine grandiose Idee zu verpassen.

Mir ging es vor zwei Jahren so. Nachdem mir nachts die geniale Marketingidee gekommen war hatte ich am Morgen keinen blassen Schimmer mehr. Also kam die Papier und Bleistift Methode zum Einsatz. In den ersten Monaten staubte der Block einfach nur ein. Aber dann war es wieder so weit: eine Idee suchte mich im Traum oder Halbschlaf heim. Schnell das Licht angeknipst, dabei den Wecker zu Boden geworfen, die Batterien wieder eingelegt, die Fragen der aufgewachten Partnerin ignoriert und die Genialität zu Papier gebracht.

Am nächsten Morgen war es dann so weit. Stolz blicke ich auf meinen Block und sah tatsächlich das Ergebnis meiner nächtlichen Inspiration: ein wildes Gekritzel und  sinnlose Satzfragmente. Ich konnte mir überhaupt keinen Reim auf die Hieroglyphen machen.

Dadurch habe ich eines gelernt: wenn einen die Kreativität einfach so überkommt, kann das tagsüber noch in Ordnung sein. Nachts kann zumindest ich es vergessen. Solange ich hier im Blog keine sinnvollen Ideen erhalte, wie die nächtliche Genialität auch produktiv genutzt werden kann, muss ich mich weiter tagsüber hinsetzen und mir die Gags für meine Vorträge bei wachem Verstand und unter Einsatz legaler Drogen wie Gummibärchen und koffeinfreier Cola-Light hart erarbeiten.
Zumindest schlafe ich wieder durch. Und wenn mich die Kreativität im Schlaf überrascht, schlafe ich mit dem guten Gefühl wieder ein, das ich mir nichts merken muss. Ist morgen früh eh nur Quatsch.

Dr. Jens Wegmann www.comedy-redner.de

Dr. Jens Wegmann in Action
Dr. Jens Wegmann in Action