Archiv für den Monat: April 2014

Kreative Hilfe in Uganda

Ein toller Erlebnisbericht von meinem guten Freund Jan Rohwer.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter der Facebookseite „Ein Basketballplatz für Kinder in Kisugu-Uganda.“

Basketball ist eigentlich nicht mein Ding. Die Körbe hängen viel zu hoch für einen Menschen mit so unfassbar spärlich ausgestatteter Sprungkraft. Wenn dann auch noch die Eleganz fehlt, die man für diesen Sport eben braucht, und man stattdessen nur über die Hand-Augen-Koordination eines Regenwurms verfügt, muss man es irgendwann einfach einsehen. Glücklicherweise trat dieses Einsehen bei mir schon ziemlich früh im Schulsport ein. Und das auch noch mitten in den 90ern im großen Basketballfieber. Dennoch sollte im vergangenen Dezember der Basketball eine ziemlich große Rolle einnehmen.

Ein ziemlich guter Freund von mir, bei dem ich hoffe, dass seine Basketballfähigkeiten im Schulsport positiver ausgeprägt als meine waren, bereiste Ende 2012 den Osten Afrikas. Als er zurückkam, erzählte er mir von einer Bekanntschaft, die er dort gemacht hatte. Es ist die Geschichte eines Lehrers aus Kampala, der Hauptstadt von Uganda. Dieser besagte Lehrer heißt Lawrence und hatte von seinem vor ein paar Jahren verstorbenen Vater ein Stück Land in einem etwas heruntergekommenen Teil des östlichen Kampalaer Stadtrandes geerbt. Und damit wollte er etwas anfangen. Er selber als unglaublich enthusiastischer Basketball-Fan wollte auf seinem Grund einen Basketballplatz errichten, um Trainings für die dort mehr oder weniger ansässigen Kinder zu geben. Als positiver Effekt neben dem Sport sollen die Heranwachsenden Dinge lernen, die für unsereinen eigentlich nicht minder selbstverständlich sein sollten:

Pünktlichkeit. Disziplin. Lernwille. Aufklärung. Teamgeist. Hinfallen, Aufstehen und Weitermachen. Niederlagen akzeptieren.

Was aufgelistet nun ein wenig militärisch klingt, bekommen viele der Kinder dort kaum mit, da die meisten wie in vielen ärmeren Regionen auf der Welt kein Geld für einen Platz auf der Schulbank haben. Für Lawrence und auch nach unserer Überzeugung stellen diese Sachen aber die Bausteine für eine Chance in ein halbwegs sicheres Leben abseits der Selbstaufgabe, Drogen, Alkohol und schlussendlich der Kriminalität dar.

Wie so oft fehlte wieder einmal das nötige Geld, um dieses Projekt zu realisieren. Der Plan war da, die nötigen Materialien mengentechnisch benannt und notwendige Arbeitsschritte geplant. Auf die Nachfrage, wie viel denn der Basketballplatz auf Grundlage des Plans geschätzt kosten soll, nannte Lawrence einen Preis, der zwar hoch war und mit Sicherheit mehr als das doppelte seines Jahresgehaltes betrug, aber für den in hiesigen Breitengraden eine Baufirma wohl nicht einmal leise darüber nachdenkt, eine Baustelle dieser Größenordnung überhaupt erst einzurichten.

Wieder zuhause angekommen erzählte mein Freund mir von seinen Erlebnissen und natürlich auch von Lawrence. Auch von seinem Entschluss, das Geld innerhalb eines Jahres durch Spenden zusammenzubekommen und dann selber noch einmal nach Uganda zu reisen, um dabei zu helfen den Basketballplatz zu bauen. Als er mir dann erzählte, dass er höchstwahrscheinlich dabei Hilfe braucht und mich fragte, ob ich ihm nicht dabei helfen könne war ich im Boot.

Das Geld hatten wir innerhalb eines Monats zusammen, was für uns sensationell war. Denn mit leeren Händen wollten wir in Uganda nicht aufschlagen, und schon gar nicht zurückkommen. Ein paar Wochen später saßen wir im Flieger, um den Basketballplatz zu bauen.

Und was hat das nun alles mit Kreativität zu tun? Ein paar Zutaten zu mischen und den daraus entstandenen frischen Beton auf ein paar Quadratmeter vorbereiteten lehmigen Untergrund zu schütten klingt so, als würde es auf der Welt unglaublich oft am Tag passieren. Tut es auch. Der eigentliche Kniff lag woanders:

Die Uhren ticken in anderen Ländern einfach ein wenig bis komplett anders. Uganda ist in dieser Skala wohl eher bei „hauchdünn-vor-komplett“ einzuordnen. Wir hatten viele Verwandte, Freunde, Bekannte und auch uns bis dahin unbekannte Menschen, die uns für dieses Vorhaben einzig wegen unseren etwas vagen Erzählungen und Vorstellungen, aber natürlich auch unserer Begeisterung, vertraut und viel Geld gespendet hatten. Unsere Zeit in Kampala war mit etwas mehr als zwei Wochen noch sportlicher angesetzt als das eigentliche spätere Treiben auf dem Basketballplatz. Mit leeren Händen wollten und konnten wir nicht zurückkommen. Auf der anderen Seite hatten die Ugander um Lawrence, und er selber offenbar auch, wohl nicht mit so einem straffen „Bauzeitenplan“ gerechnet. Es stellte sich bereits nach dem zweiten Tag heraus, das es die größte Herausforderung, aber auch das Interessanteste und Lehrreichste des Projekts sein sollte, diese beiden verschiedenen Denkweisen immer wieder erneut zu erörtern und unter einen Hut zu bringen, um am Ende das positive Ergebnis zu erhalten, was es schlussendlich auch geworden ist.

Leider konnten wir der Fertigstellung selber und dem ersten Training nicht beiwohnen, da die Zeit von zwei Wochen nicht ausreichte. Mittlerweile ist der Basketballplatz aber fertig gestellt, und Lawrence hat uns ein paar Bilder vom Spielbetrieb geschickt. Egal wie eng, oder gerade eben nicht, man diesem Sport verbunden war, beim Betrachten der Bilder gerät das sehr schnell in den Hintergrund.

Der fertige Platz
Der fertige Platz
Der Platz in Benutzung.
Der Platz in Benutzung.

Allein bin ich kreativ

Meine Kreativität findet sich nur in mir selbst

Ein Beitrag von Vito Lupo (Preisträger bei den Zauberweltmeisterschaften). Übersetzt, editiert und eingereicht vom InSzeneMagier Thorsten AbraXas Ophaus.

In unserer heutigen Lebensform prasseln ständig fremde Ideen, Vorstellungen und Glaubenssätze auf uns ein. In einer Tour sind wir damit beschäftigt Nachrichten, Werbung, Blogs und Kaufempfehlungen danach zu bewerten, was zu uns passt und was wir ablehnen. Dabei bleibt kaum Raum für unser eigenes kreatives Schaffen, denn um sich der Kreativität zu öffnen, braucht es ein gewisses Maß an Abgeschiedenheit. Meine besten Gedanken, Zauberroutinen, Erfindungen und Ideen hatte ich in Abgeschiedenheit. Wenn Sie die Angst im kreativen Prozess allein zu sein überwunden haben, dann kann Kreativität den Platz einnehmen. Denn nur, wenn ich mich alleine mit einem Thema beschäftige, finde ich dazu in mir selbst Wahrheit, Schönheit und Seele.

Einige der berühmtesten Philosophen unternahmen täglich Spaziergänge, auf denen Sie dann Ihre philosophischsten Gedanken bekamen. Also erhebe Sie sich von Ihrem Stuhl vorm Computer und unternehmen einen netten Spaziergang durch die Nachbarschaft. Atmen Sie und zwingen Sie Ihre Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln. Sie werden über die wundersamen Gedanken, die nur darauf warten sich Ihnen zu zeigen, überrascht sein, denn dabei denken Sie frei von täglichen Ablenkungen. Also probieren Sie es gleich aus!

Kreativität ist wie ein Muskel, der regelmäßig trainiert werden will. Es braucht Hingabe um Gedanken und Gewohnheiten zu ändern. Setzen Sie sich Ziele, erbitten Sie sich Hilfe von Anderen und nutzen Sie täglich etwas Zeit alleine, um Ihre Kreativitäts-Fähigkeiten zu steigern. Konzentrieren Sie sich darauf negative Gedanken und Selbstkritik, die Ihre Entwicklung der Kreativität beeinträchtigen, zu vermeiden. Positive Laune beflügelt Kreativität!

Also los jetzt: Planen Sie Zeit ein allein zu sein, spielen Sie, Lachen Sie und begeistern Sie die Welt mit Ihrer Kreativität.

Mehr Informationen zum InSzeneMagier AbraXas unter http://www.inszenemagier.de