Archiv für den Monat: Mai 2014

Schicksalsschläge

Ich gab Schatzi die Aufgabe Befürchtungen und Sorgen zu benennen, die durch die Doppelbelastung Kind und Hausbau entstehen könnten. Ihre Antworten waren völlig menschlich.
„Was passiert, wenn ich krank werde? Was passiert, wenn das Kind krank ist? Was passiert, wenn wir beide krank sind? Und WAS PASSIERT WENN WIR ALLE KRANK WERDEN?“

Ich konnte beim Lesen direkt fühlen, wie diese Frage ihren Panikpegel nach oben katapultierte. Alle Schreckensszenarien, die gerade noch geschlummert hatten, habe ich mit meiner Frage ausgegraben und zum Leben erweckt. Tolle Hilfe – dachte ich mir.

Wie kann man so etwas lösen überlegte ich? Arzt werden? Reicht zeitlich wohl nicht aus. Die einfachste Lösung, die mir einfiel war Voodoo. Aber auch damit kenne ich mich nicht gut genug aus.

Nun, mir wurde klar, dass wir sicher nicht alle Probleme beheben werden können und dass ich Schatzi ganz sicher auch nicht bei allem unterstützen kann. Auf Schicksalsschläge kann man sich maximal vorbereiten, verhindern können wir sie nicht. Ich gab ihr daher den Tipp, sich nicht zu viele Gedanken über Dinge zu machen, die sie nicht beeinflussen kann. Und auch nicht über andere Menschen. Denn den einzigen Menschen, den wir wirklich beeinflussen können sind wir selbst.

Aber gerade weil diese Fragen und Befürchtungen keine abschließende Antwort haben, waren Sie zum Start unseres gemeinsamen Projektes sehr wichtig. Es machte uns beiden klar, dass es Bereiche ihres Lebens gibt, bei dem ein kreatives Coaching nicht weiterhelfen kann. Und mir gab es die Lockerheit und Einfachheit ganz bewusst mit viel Humor an ihre Aufgaben heranzugehen, da uns beiden klar war, dass wir nicht gegen das Schicksal arbeiten können und müssen, sondern an den Problemen, die wir uns meistens selbst schaffen.