Archiv für den Monat: Dezember 2018

7 Tipps zur Kreativität

Anbei eine Auswahl von Tipps zur Steigerung Ihrer Kreativität. Viel Erfolg bei der Umsetzung.

1. „Gewagt“ Technik

Kennen Sie den Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht“? Verbannen Sie solche Sätze aus Ihren Kreativsitzungen. Ich nenne solche Sätze „Totschlagargumente“, denn sie zielen nicht darauf ab, etwas zum Thema beizutragen, sondern nur den Status quo beizubehalten, nichts zu verändern – die Idee zu zerschlagen.

Einen kreativen Schub bei jedem Meeting und bei jeder Ideensuche können Sie dagegen mit der „Gewagt-Technik“ erzielen. Ersetzten Sie dabei jedes „Nein“, jedes „Das geht nicht“ durch das Wort „gewagt“. So bringen Sie sich dazu, weiter als bisher zu denken, Ideen nicht beim ersten Widerstand zu verwerfen. Ein „Nein“ beendet unsere Lösungssuche, ein „Gewagt“ setzt sie kreativ fort.


2. Bleiben Sie nie bei der ersten Idee

Unser Gehirn versucht immer zunächst in bekannten Bahnen zu denken und zu handeln. Das verspricht Sicherheit und spart Energie. Wenn Sie auf der Suche nach wirklich neuen Ideen sind, sollten Sie diese bekannten Denkpfade verlassen. Das gelingt uns fast nie mit der ersten Idee, denn diese basiert auf Dingen, die wir schon kennen und uns sofort einfallen. Bleiben Sie daher nie bei der ersten Idee. Blicken Sie nicht nur über den Tellerrand – sondern verlassen Sie den Teller!


3. Fragen Sie bei der Lösungssuche nicht nach dem „Wie?“- nicht nach der Umsetzung.

In älteren Science Fiction Geschichten, Filmen und Serien finden sich unzählige Beispiele für Zukunftsideen, die für uns heute Normalität sind.

Ich glaube, dass so viel Kreativität in Science Fiction steckt, weil dort nicht nach der Umsetzung oder dem „Wie geht das?“ gefragt wird, sondern der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die Frage nach der Umsetzung stellt sich erst später.

Nutzen Sie daher den Science Fiction Faktor bei der Ideensuche. Sind sie gedanklich schon so weit gegangen, wie Sie können? Oder haben Sie sich doch vom Hemmschuh der Umsetzbarkeit bremsen lassen?


4. Lösen Sie die Herausforderung aus dem Bezugsrahmen

Lösungen innerhalb eines bekannten Systems zu suchen, bringt Lösungen, die das System bereits kennt. Wenn Sie außergewöhnliche Lösungen brauchen, dann lösen Sie Ihr Problem aus dem bestehenden Bezugssystem heraus. Betrachten Sie es unter dem Blickwinkel einer anderen Person, einer anderen Branche und Umgebung.
Wie würde Ihre Herausforderung in einem Kindergarten aussehen und dort gelöst werden


5. Testen Sie den eigenen GF für Ihre Ideen, Ihre eigene Begeisterung

Eine Idee ohne Begeisterung ist wie Sex ohne Partner

Die eigene Begeisterung für Ideen ist die Antriebskraft, die uns auch gegen Widerstand vorantreibt. Sie ist die Energiequelle, die Ideen gegen Kritik abhärtet und dadurch erst zur Entfaltung kommen lässt.

Eine Idee auf Umsetzbarkeit zu testen, geht bereits in den ersten Minuten. Stellen Sie sich vor, dass Ihre Idee umgesetzt ist. Sie ist genauso geworden, wie Sie es sich vorgestellt haben. Welches Gefühl haben Sie dabei, stellt sich ein Gänsehautfaktor ein?

Wenn Sie dieses Gefühl nicht recht greifen können, dann denken Sie jetzt an eine Begebenheit in Ihrem Leben, in der Sie extrem begeistert waren. Schließen Sie die Augen und genießen Sie diese Erinnerung für 30 Sekunden.

Wenn Sie nun den Gänsehautfaktor Ihrer jetzigen Idee mit dem Ihres Erlebnisses vergleichen: Wie hoch ist der Gänsehautfaktor Ihrer Idee? Denken Sie daran: umso außergewöhnlicher Ihre Idee ist, umso mehr Veränderung wird sie hervorrufen und umso mehr Widerstand gegen ihre Umsetzung wird entstehen. Je außergewöhnlicher die Idee ist, umso stärker sollte der Gänsehautfaktor sein, um sich gegen diesen Widerstand durchsetzen zu können.


6. Think Big – Enjoy small / Denken Sie GROSS – aber genießen Sie klein

Bei Ihrer Ideensuche sollten Sie groß und visionär denken, denn dies wirkt wie ein Leuchtturm auf unser Handeln und weist Ihnen den Weg. Genießen Sie aber auch immer die kleinen Fortschritte auf Ihrem Weg, denn erst diese halten die Begeisterung für Ideen aufrecht.

Denken Sie groß – aber genießen Sie die kleinen Schritte und Zwischenerfolge.


7. Sparen Sie wo immer Sie können – aber nicht bei Ihrer Kreativität

OK, ich bin nicht immer der Meinung, dass Quantität vor Qualität kommt, denn was bringen Ihnen 100 statt 10 schlechte Ideen.
Wenn Sie Ihre Frage aber richtig formuliert, die gedankliche Haltung eingenommen haben, dann gilt es vor allem jede Menge Ideen zu produzieren und ohne Bewertung festzuhalten. Sparen Sie also nicht an eigenen Ideen und Kreativität – nie.

 

Frei nach Star Wars: „Möge die Kreativität mit Ihnen sein“
– wünscht Ihnen, Ihr Nils Bäumer