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Geht nicht gibt´s! NOCH.

Sicher kennen Sie den Spruch „Geht nicht gibt´s nicht“. Diese Einstellung prägte die Situation von Schatzi kurz vor der Geburt. Auf der einen Seite gab es noch so viele wichtige Termine wahrzunehmen und auf der anderen Seite sollte es doch ein sanfter Ausstieg aus dem Arbeitsleben sein, der mehr Zeit für die Vorbereitung auf Kind zwei zulässt.

Meine Meinung und mein Tipp dazu – auch passend in Hinsicht zur kreativen Ideensuche:

Ganz ehrlich und offen an alle Macher und Beweger da draußen. Der Spruch ist kompletter Quatsch. Natürlich gibt es Dinge, die nicht gehen. Dahinter steht allerdings ein riesiges ABER.

Ich bin Kreativcoach und –trainer, wie kann denn gerade ich sagen, dass es Dinge gibt, die nicht gehen? Gerade bei der Ideensuche ist doch alles möglich? Genau, ist es auch – in der Ideensuche, wenn ich mir Dinge frei und kreativ vorstellen kann. Die Umsetzung in der Realität ist aber nicht immer möglich.
Wie komme ich jetzt aus der Sache raus, ohne mich gedanklich einzuschränken? Geht nicht, soll kein Ausredemantra sein, um alles Unbequeme abzublocken.

Der entscheidende Faktor ist die Zeit. Einige Dinge gehen nicht, weil die Zeit im Wege bzw. zu wenig zur Verfügung steht. Erfindungen sind noch nicht gemacht worden, die Umstände nicht gegeben oder ich brauche einfach länger für die Vorbereitung.

Wenn ich Ihnen die Aufgabe stelle innerhalb von 10 Sekunden zwei rosa Elefanten durch Ihr Wohnzimmer schweben zu lassen, dann geht das nicht, Sie werden es nicht schaffen. Wenn ich Ihnen aber ausreichend Zeit lasse, dann können Sie sich im Zoo zwei Elefanten besorgen, diese rosa anstreichen und anschließend ein Gerät zur Telekinese erfinden, wodurch die Elefanten schweben würden.
Oder Sie kaufen sich zwei rosa Elefantenluftballons und lassen diese schweben.

Für beide Lösungen benötigen Sie Kreativität aber auch Zeit, einmal mehr und einmal weniger.

Ich bin davon überzeugt, dass alles, wirklich alles möglich ist, was wir uns vorstellen können, die Frage ist nur wann. Der Spruch mit dem ich arbeite und den ich Schatzi gegeben habe lautet daher:
„Geht nicht gibt´s! NOCH.“ Einige Dinge gehen jetzt noch nicht, werden aber irgendwann möglich sein.

Was bedeutet dies für die Situation von Schatzi. In ihrer Lebensphase gehen einige Dinge nicht – und das ist überhaupt nicht schlimm. Denn diese Dinge gehen „zur Zeit“ nicht. Wenn ein Termin hohe körperliche Aktivität erfordert, ist dies mit einem 120er Bauchumfang eventuell nicht möglich, in einigen Wochen aber kein Problem mehr.

Geben Sie sich die Freiheit „geht nicht“ zu sagen, benutzen Sie es aber nicht als Generalabsage. Gerade, wenn es um die Suche außergewöhnlicher Lösungen geht, ist alles möglich – zur richtigen Zeit.

Denken Sie immer daran:

Geht nicht gibt´s! NOCH
Geht nicht gibt´s! NOCH

Schicksalsschläge

Ich gab Schatzi die Aufgabe Befürchtungen und Sorgen zu benennen, die durch die Doppelbelastung Kind und Hausbau entstehen könnten. Ihre Antworten waren völlig menschlich.
„Was passiert, wenn ich krank werde? Was passiert, wenn das Kind krank ist? Was passiert, wenn wir beide krank sind? Und WAS PASSIERT WENN WIR ALLE KRANK WERDEN?“

Ich konnte beim Lesen direkt fühlen, wie diese Frage ihren Panikpegel nach oben katapultierte. Alle Schreckensszenarien, die gerade noch geschlummert hatten, habe ich mit meiner Frage ausgegraben und zum Leben erweckt. Tolle Hilfe – dachte ich mir.

Wie kann man so etwas lösen überlegte ich? Arzt werden? Reicht zeitlich wohl nicht aus. Die einfachste Lösung, die mir einfiel war Voodoo. Aber auch damit kenne ich mich nicht gut genug aus.

Nun, mir wurde klar, dass wir sicher nicht alle Probleme beheben werden können und dass ich Schatzi ganz sicher auch nicht bei allem unterstützen kann. Auf Schicksalsschläge kann man sich maximal vorbereiten, verhindern können wir sie nicht. Ich gab ihr daher den Tipp, sich nicht zu viele Gedanken über Dinge zu machen, die sie nicht beeinflussen kann. Und auch nicht über andere Menschen. Denn den einzigen Menschen, den wir wirklich beeinflussen können sind wir selbst.

Aber gerade weil diese Fragen und Befürchtungen keine abschließende Antwort haben, waren Sie zum Start unseres gemeinsamen Projektes sehr wichtig. Es machte uns beiden klar, dass es Bereiche ihres Lebens gibt, bei dem ein kreatives Coaching nicht weiterhelfen kann. Und mir gab es die Lockerheit und Einfachheit ganz bewusst mit viel Humor an ihre Aufgaben heranzugehen, da uns beiden klar war, dass wir nicht gegen das Schicksal arbeiten können und müssen, sondern an den Problemen, die wir uns meistens selbst schaffen.

Kreative Hilfe in Uganda

Ein toller Erlebnisbericht von meinem guten Freund Jan Rohwer.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter der Facebookseite „Ein Basketballplatz für Kinder in Kisugu-Uganda.“

Basketball ist eigentlich nicht mein Ding. Die Körbe hängen viel zu hoch für einen Menschen mit so unfassbar spärlich ausgestatteter Sprungkraft. Wenn dann auch noch die Eleganz fehlt, die man für diesen Sport eben braucht, und man stattdessen nur über die Hand-Augen-Koordination eines Regenwurms verfügt, muss man es irgendwann einfach einsehen. Glücklicherweise trat dieses Einsehen bei mir schon ziemlich früh im Schulsport ein. Und das auch noch mitten in den 90ern im großen Basketballfieber. Dennoch sollte im vergangenen Dezember der Basketball eine ziemlich große Rolle einnehmen.

Ein ziemlich guter Freund von mir, bei dem ich hoffe, dass seine Basketballfähigkeiten im Schulsport positiver ausgeprägt als meine waren, bereiste Ende 2012 den Osten Afrikas. Als er zurückkam, erzählte er mir von einer Bekanntschaft, die er dort gemacht hatte. Es ist die Geschichte eines Lehrers aus Kampala, der Hauptstadt von Uganda. Dieser besagte Lehrer heißt Lawrence und hatte von seinem vor ein paar Jahren verstorbenen Vater ein Stück Land in einem etwas heruntergekommenen Teil des östlichen Kampalaer Stadtrandes geerbt. Und damit wollte er etwas anfangen. Er selber als unglaublich enthusiastischer Basketball-Fan wollte auf seinem Grund einen Basketballplatz errichten, um Trainings für die dort mehr oder weniger ansässigen Kinder zu geben. Als positiver Effekt neben dem Sport sollen die Heranwachsenden Dinge lernen, die für unsereinen eigentlich nicht minder selbstverständlich sein sollten:

Pünktlichkeit. Disziplin. Lernwille. Aufklärung. Teamgeist. Hinfallen, Aufstehen und Weitermachen. Niederlagen akzeptieren.

Was aufgelistet nun ein wenig militärisch klingt, bekommen viele der Kinder dort kaum mit, da die meisten wie in vielen ärmeren Regionen auf der Welt kein Geld für einen Platz auf der Schulbank haben. Für Lawrence und auch nach unserer Überzeugung stellen diese Sachen aber die Bausteine für eine Chance in ein halbwegs sicheres Leben abseits der Selbstaufgabe, Drogen, Alkohol und schlussendlich der Kriminalität dar.

Wie so oft fehlte wieder einmal das nötige Geld, um dieses Projekt zu realisieren. Der Plan war da, die nötigen Materialien mengentechnisch benannt und notwendige Arbeitsschritte geplant. Auf die Nachfrage, wie viel denn der Basketballplatz auf Grundlage des Plans geschätzt kosten soll, nannte Lawrence einen Preis, der zwar hoch war und mit Sicherheit mehr als das doppelte seines Jahresgehaltes betrug, aber für den in hiesigen Breitengraden eine Baufirma wohl nicht einmal leise darüber nachdenkt, eine Baustelle dieser Größenordnung überhaupt erst einzurichten.

Wieder zuhause angekommen erzählte mein Freund mir von seinen Erlebnissen und natürlich auch von Lawrence. Auch von seinem Entschluss, das Geld innerhalb eines Jahres durch Spenden zusammenzubekommen und dann selber noch einmal nach Uganda zu reisen, um dabei zu helfen den Basketballplatz zu bauen. Als er mir dann erzählte, dass er höchstwahrscheinlich dabei Hilfe braucht und mich fragte, ob ich ihm nicht dabei helfen könne war ich im Boot.

Das Geld hatten wir innerhalb eines Monats zusammen, was für uns sensationell war. Denn mit leeren Händen wollten wir in Uganda nicht aufschlagen, und schon gar nicht zurückkommen. Ein paar Wochen später saßen wir im Flieger, um den Basketballplatz zu bauen.

Und was hat das nun alles mit Kreativität zu tun? Ein paar Zutaten zu mischen und den daraus entstandenen frischen Beton auf ein paar Quadratmeter vorbereiteten lehmigen Untergrund zu schütten klingt so, als würde es auf der Welt unglaublich oft am Tag passieren. Tut es auch. Der eigentliche Kniff lag woanders:

Die Uhren ticken in anderen Ländern einfach ein wenig bis komplett anders. Uganda ist in dieser Skala wohl eher bei „hauchdünn-vor-komplett“ einzuordnen. Wir hatten viele Verwandte, Freunde, Bekannte und auch uns bis dahin unbekannte Menschen, die uns für dieses Vorhaben einzig wegen unseren etwas vagen Erzählungen und Vorstellungen, aber natürlich auch unserer Begeisterung, vertraut und viel Geld gespendet hatten. Unsere Zeit in Kampala war mit etwas mehr als zwei Wochen noch sportlicher angesetzt als das eigentliche spätere Treiben auf dem Basketballplatz. Mit leeren Händen wollten und konnten wir nicht zurückkommen. Auf der anderen Seite hatten die Ugander um Lawrence, und er selber offenbar auch, wohl nicht mit so einem straffen „Bauzeitenplan“ gerechnet. Es stellte sich bereits nach dem zweiten Tag heraus, das es die größte Herausforderung, aber auch das Interessanteste und Lehrreichste des Projekts sein sollte, diese beiden verschiedenen Denkweisen immer wieder erneut zu erörtern und unter einen Hut zu bringen, um am Ende das positive Ergebnis zu erhalten, was es schlussendlich auch geworden ist.

Leider konnten wir der Fertigstellung selber und dem ersten Training nicht beiwohnen, da die Zeit von zwei Wochen nicht ausreichte. Mittlerweile ist der Basketballplatz aber fertig gestellt, und Lawrence hat uns ein paar Bilder vom Spielbetrieb geschickt. Egal wie eng, oder gerade eben nicht, man diesem Sport verbunden war, beim Betrachten der Bilder gerät das sehr schnell in den Hintergrund.

Der fertige Platz
Der fertige Platz
Der Platz in Benutzung.
Der Platz in Benutzung.

Allein bin ich kreativ

Meine Kreativität findet sich nur in mir selbst

Ein Beitrag von Vito Lupo (Preisträger bei den Zauberweltmeisterschaften). Übersetzt, editiert und eingereicht vom InSzeneMagier Thorsten AbraXas Ophaus.

In unserer heutigen Lebensform prasseln ständig fremde Ideen, Vorstellungen und Glaubenssätze auf uns ein. In einer Tour sind wir damit beschäftigt Nachrichten, Werbung, Blogs und Kaufempfehlungen danach zu bewerten, was zu uns passt und was wir ablehnen. Dabei bleibt kaum Raum für unser eigenes kreatives Schaffen, denn um sich der Kreativität zu öffnen, braucht es ein gewisses Maß an Abgeschiedenheit. Meine besten Gedanken, Zauberroutinen, Erfindungen und Ideen hatte ich in Abgeschiedenheit. Wenn Sie die Angst im kreativen Prozess allein zu sein überwunden haben, dann kann Kreativität den Platz einnehmen. Denn nur, wenn ich mich alleine mit einem Thema beschäftige, finde ich dazu in mir selbst Wahrheit, Schönheit und Seele.

Einige der berühmtesten Philosophen unternahmen täglich Spaziergänge, auf denen Sie dann Ihre philosophischsten Gedanken bekamen. Also erhebe Sie sich von Ihrem Stuhl vorm Computer und unternehmen einen netten Spaziergang durch die Nachbarschaft. Atmen Sie und zwingen Sie Ihre Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln. Sie werden über die wundersamen Gedanken, die nur darauf warten sich Ihnen zu zeigen, überrascht sein, denn dabei denken Sie frei von täglichen Ablenkungen. Also probieren Sie es gleich aus!

Kreativität ist wie ein Muskel, der regelmäßig trainiert werden will. Es braucht Hingabe um Gedanken und Gewohnheiten zu ändern. Setzen Sie sich Ziele, erbitten Sie sich Hilfe von Anderen und nutzen Sie täglich etwas Zeit alleine, um Ihre Kreativitäts-Fähigkeiten zu steigern. Konzentrieren Sie sich darauf negative Gedanken und Selbstkritik, die Ihre Entwicklung der Kreativität beeinträchtigen, zu vermeiden. Positive Laune beflügelt Kreativität!

Also los jetzt: Planen Sie Zeit ein allein zu sein, spielen Sie, Lachen Sie und begeistern Sie die Welt mit Ihrer Kreativität.

Mehr Informationen zum InSzeneMagier AbraXas unter http://www.inszenemagier.de

Lernen Sie von der Kreativität in der Zauberei

Kreativität kann und will gelernt sein

Ein Beitrag von Vito Lupo (Preisträger bei den Zauberweltmeisterschaften). Übersetzt, editiert und eingereicht vom InSzeneMagier Thorsten AbraXas Ophaus.

Die Wissenschaft der Kreativität in der Kunst ist noch relativ jung. Bis zur Epoche der Aufklärung waren immer höhere Kräfte an inspirierenden Werken beteiligt. Kreativität entstand durch den Kuss der Muse oder das Wort Gottes, dass eingehaucht wurde. Bis heute wird die Quelle der Kreativität von vielen Zauberern ignoriert. Dabei ist es alles andere als Zauberei.

Viele Informationen sind der beste Weg Kreativität zu entwickeln. Studieren und Forschen gibt uns ein tieferes Wissen, so dass wir leichter neue und innovative Ideen und Lösungen finden können.

Statt aber nur gezielt kreativ zu sein, können Sie auch schon gleich am Morgen die Kreativität begrüßen, noch bevor Sie die Zähne putzen oder Emails checken. Auch wenn es für einige unmöglich zu sein scheint.

Schon in „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll heißt es: „Ich kann nicht an unmögliche Dinge glauben.“, sagt Alice. Da erwidert die Königin: „Ich wage zu sagen, dass Du wohl nur wenig Übung hattest. Wie ich in Deinem Alter war, übte ich immer für eine halbe Stunde. Teilweise glaubte ich bereits vorm Frühstück an sechs unmögliche Dinge.“

Diesem Beispiel folgend, fordere ich Sie auf, morgen früh noch vor dem Frühstück in diese positive Richtung zu beginnen. Fangen Sie an, an sich zu glauben und träumen Sie, was Sie und Ihre Zauberkunst erreichen können, wenn Sie frei und kreativ sind.

Hier meine Empfehlung für dieses kreative unternehmen: Benutzten Sie ein Notizbuch, um Ihre kreativen Prozesse und Ideen fest zu halten. Dieses Journal ermöglicht einen Blick zurück auf das Erreichte und hilft bei der Suche nach möglichen Lösungen. Dazu finden Sie darin Inspirationen für später.

Für den Start des kreativen Unternehmens legen sie sich ein Notizbuch parat und ziehen das folgende Experiment eine Woche lang durch. Jeden Morgen schreiben Sie sechs Punkte auf, die Sie heute mit Ihrer Zauberkunst für unmöglich halten, und das ohne Einschränkungen. Greifen Sie nach den Sternen und erdenken Sie das Unmögliche. Je mehr Gedanken Sie aufschreiben, desto vertrauter werden Sie mit dem Prozess des kreativen Denkens. Manchmal braucht es nur einen Funken kreativer Vorstellungskraft, um sich andere Realitäten zu erschaffen. Aber um damit anzufangen, braucht es Übung und Hingabe.

Für alle, die jetzt denken ‚mit Zauberkunst habe ich nichts am Zylinder‘, sei gesagt: Wir alle sind Zauberer auf dem eigenen Gebiet. Oft wundern sich unsere Mitmenschen, wie wir etwas getan haben. Für welche außergewöhnlichen Ideen sind Sie bereit? Wie viele unmögliche Dinge haben Sie heute schon erdacht? Sind Sie gerade kreativ?

Mehr Informationen zum InSzeneMagier AbraXas unter http://www.inszenemagier.de

In Action
Zauberei live

Wenn Kreativität im Traum zuschlägt

Sie wachen nachts auf und hatten im Traum eine geniale Idee. Eine Idee, die die Welt oder Ihr Business, Ihr Liebesleben oder sonst irgendetwas von immenser Wichtigkeit radikal verbessert. Voller Vorfreude schlafen Sie mit einem dicken Grinsen wieder ein.
Am Morgen wachen Sie auf und das einzige, an das Sie sich erinnern können ist, dass Sie eine grandiose Idee gehabt haben. Leider nicht mehr, was diese grandiose Idee war.

Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt und sich dann mit einem Notizblock und Kuli gewappnet. Schließlich soll es Ihnen nicht wieder passieren, eine grandiose Idee zu verpassen.

Mir ging es vor zwei Jahren so. Nachdem mir nachts die geniale Marketingidee gekommen war hatte ich am Morgen keinen blassen Schimmer mehr. Also kam die Papier und Bleistift Methode zum Einsatz. In den ersten Monaten staubte der Block einfach nur ein. Aber dann war es wieder so weit: eine Idee suchte mich im Traum oder Halbschlaf heim. Schnell das Licht angeknipst, dabei den Wecker zu Boden geworfen, die Batterien wieder eingelegt, die Fragen der aufgewachten Partnerin ignoriert und die Genialität zu Papier gebracht.

Am nächsten Morgen war es dann so weit. Stolz blicke ich auf meinen Block und sah tatsächlich das Ergebnis meiner nächtlichen Inspiration: ein wildes Gekritzel und  sinnlose Satzfragmente. Ich konnte mir überhaupt keinen Reim auf die Hieroglyphen machen.

Dadurch habe ich eines gelernt: wenn einen die Kreativität einfach so überkommt, kann das tagsüber noch in Ordnung sein. Nachts kann zumindest ich es vergessen. Solange ich hier im Blog keine sinnvollen Ideen erhalte, wie die nächtliche Genialität auch produktiv genutzt werden kann, muss ich mich weiter tagsüber hinsetzen und mir die Gags für meine Vorträge bei wachem Verstand und unter Einsatz legaler Drogen wie Gummibärchen und koffeinfreier Cola-Light hart erarbeiten.
Zumindest schlafe ich wieder durch. Und wenn mich die Kreativität im Schlaf überrascht, schlafe ich mit dem guten Gefühl wieder ein, das ich mir nichts merken muss. Ist morgen früh eh nur Quatsch.

Dr. Jens Wegmann www.comedy-redner.de

Dr. Jens Wegmann in Action
Dr. Jens Wegmann in Action

Kreativität auf Knopfdruck

Kennen Sie dieses Gefühl der Leere im Kopf, wenn man eine wirklich kreative Idee, einen neuen Claim, eine zukunftsweisende Lösung oder neue Strategie braucht? Da kann man lange auf den inneren Knopf im Kopf drücken. Es passiert vermutlich nichts.

Kreativität braucht Raum. Zuerst mal Frei-Raum im Denken, dann aber auch weiten Raum für die Individualität und Zutrauen in die eigene Person. Kreativität entsteht, wo Stille, Achtsamkeit, Muße einen Platz haben. Die Fähigkeit, ganz präsent zu sein. Nicht außer sich, sondern zutiefst bei sich sein, das ist in der zunehmend multioptionalen Gesellschaft ein echtes Kunststück. Lebenskunst pur!

Sir Ken Robinson, anerkannter Bildungsexperte und inspirierender Redner, macht in TED-Talks, in E. Wagenhöfers Dokumentarfilm alphabet und in seinem lesenswerten Buch „The Element“ darauf aufmerksam, dass Kinder nahezu genial in Bezug auf Kreativität sind. Die erschreckende Erkenntnis von Langzeitstudien zeigt, dass diese Fähigkeit, kreativ zu denken sprunghaft abnimmt. Es stimmt was nicht in unserem Bildungs- und Lernsystem, wenn der Verlust von Kreativität System hat.

Kreativität darf nicht die Ausnahme, es muss die Normalität unserer Denkprozesse sein damit wir als Gesellschaft in Zukunft bestehen können.

WAS wir lernen prägt unseren Wissensvorrat, aber WIE wir lernen prägt unser Denken. Das ist entscheidend. Wir müssen Fehler machen dürfen, um irgendwann etwas wirklich Einmaliges zu entwickeln.

Stille als Kraftfeld, Fehlertoleranz als Ressource und die kindliche Lust am Entdecken – eine innere Neugier auf Leben – dies steht mir täglich zur Verfügung. Ein Spaziergang in der frischen Januarluft, mutig einer neuen Idee Taten folgen lassen und mit wachen Augen das Leben um mich herum wahrnehmen. Aus diesen Quellen entsteht Fülle von Kreativität – vielleicht nicht auf Knopfdruck, aber fließend, sprudelnd und ohne zu versiegen.

Stark im Leben? Das geht!

http://www.hopeandsoul.com

Beate Hofmann

5 Kernaussagen zu Kreativität

Kreativität ist Science Fiction: Für richtig ausgefallene Ideen sollte man den Science Fiction Modus einschalten und die Frage nach der Machbarkeit ausschalten.

Eine Idee ohne Begeisterung ist wie Sex ohne Partner. Es kann ganz nett sein aber es wird nie außergewöhnliches daraus entstehen.

Ideen entstehen in den Köpfen von Einzelnen – Innovationen aber werden von Teams umgesetzt. Beides zusammenzubringen ist die Aufgabe erfolgreicher Unternehmen.

Wir alles sind kreativ. Wir benötigen oftmals aber wieder etwas mehr Vertrauen und Begeisterung in und für die eigene Kreativität, um erfolgreiche Ideengeber zu werden.

Innovative Unternehmen geben Mitarbeitern im ersten Schritt den Freiraum im Science Fiction Modus zu denken und zu arbeiten. Im zweiten Schritt unterstützen sie Ideengeber und Teams mit den notwendigen Strukturen und Ressourcen zur Umsetzung.