Ich bin nicht kreativ – und Schuld sind meine Gene.

Ist Kreativität angeboren? Bestimmen die Gene unser Leben?

Vor einigen Tagen, ist mir ein älterer Artikel in die Hände gefallen, den ich aus Interesse gespeichert hatte. Dr. Elisabeth Hahn von der Universität Saarland wurde dort im Oktober 2014 geehrt, da sie mit ihren Untersuchungen belegt hat, dass unsere Zufriedenheit zu einem Drittel genetisch bedingt ist (Link zum Artikel).

Kann ich mich also jetzt beruhigt in mein Unglück einlümmeln und es auf die Gene schieben, wenn ich nicht zufrieden, nicht glücklich bin? Und zählt das auch für andere Eigenschaften wie z.B. unsere Kreativität?

Nein, kann ich nicht. Natürlich werden wir bei der Geburt mit verschiedenen Eigenschaften und Talenten geboren und natürlich haben unsere Gene einen Einfluss auf unser Leben. Ob zu 30 oder 50% ist dabei nicht der entscheidende Faktor. Entscheidend ist, dass ich mein Leben, meine innere Einstellung immer auch selbst Mitbestimmen kann. Gene geben uns etwas mit, was wir daraus machen ist ganz von uns und unsere Umwelt abhängig.

Ganz sicher trifft dies auch auf Kreativität zu. Jeder von uns wird mit der Fähigkeit zum kreativen Denken und Handeln geboren – jeder. Als Kind leben wir unsere Kreativität meistens noch ungehemmt aus, um sie im Laufe der Zeit leider oftmals tief in uns zu vergraben. Bedingt durch eigene Glaubenssätze und äußere Einflüsse, die uns täglich sagen, was wir alles nicht können. Und doch bleiben wir unser Leben lang kreativ – wenn wir wollen.

Kreativität ist eine bewusste Entscheidung, denn es bedeutet Arbeit für unser Gehirn. Und wenn wir unsere Kreativität steigern wollen, dann nicht durch ein wöchentliches Brainstorming. Kreativität hat Einfluss auf unser tägliches Denken und dort muss sie auch trainiert werden. Täglich und in den Alltag integriert.

Wer daher alle 14 Tage in der Teammeetingrunde enttäuscht über sich selbst den Kopf schüttelt und bejammert, dass nur die anderen gute Ideen haben, wird genauso wenig daran ändern, wir der Sofasportler, der sich gerne mehr bewegen würde, am Wochenende aber nur die Sportschau sieht. Ohne den Glauben an sich selbst und Ihre Kreativität und ohne effektives Training – ja, dann bleiben Sie „nicht kreativ“. Bitte schieben Sie es aber nicht auf Ihre Gene.

 

„Möge die Kreativität mit Ihnen sein.“
Ihr Kreativitätskatalysator – Nils Bäumer

PS. Wer jetzt Lust bekommen hat seine eigene Kreativität zu trainieren, dem empfehle ich meinen kostenlosen Podcast „Weckruf für Ihre Kreativität“. Melden Sie sich am besten auch direkt zum Tu´sletter an, den Podcastnews mit der „Tu es“ Aufforderung, denn dadurch erhalten Sie weitere Übungsvorschläge und Trainingsformulare automatisch alle 14 Tage zugesendet. Anmelden können Sie sich hier im Blog oder unter www.nils-bäumer.de/podcast

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