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Kreative Autoresponder

Zum Thema Autoresponder wurde schon einmal in der Rubrik „Kreativ durch die Schwangerschaftsdemenz“ geschrieben aber das Thema brennt mir wieder unter den kreativen Nägeln.

Da ich momentan verschiedene Einladungen zu offenen Veranstaltungen versende (VORSICHT EIGENWERBUNG: 13.11. Stuttgart und 18.11. Bremen), erhalte ich auf Emails sehr oft Nachrichten von Autorespondern. Wir kennen sie alle und die meisten von uns nutzen ihn selbst. Aber dem Wächter der höflichen Kommunikation stellt es dabei immer noch die Rückenhaare auf.

Natürlich soll ein Autoresponder vor allem informieren. Der Absender will mitteilen, wann er wieder erreichbar ist und eventuell wird noch ein zweiter Informationskanal, sprich ein anderer Ansprechpartner genannt. Vor kurzem meinte eine Workshopteilnehmerin dazu: „Die wollen doch einfach nichts arbeiten, darum wälzen sie die Nachricht auf jemanden andren ab“. Nun, ich bin nicht dieser Meinung und denke vor allem nicht, dass wir hinter allem das Negative und schlimmste suchen und erwarten sollten. Wer natürlich immer schwarz sehen will, muss nur sein Loch tief genug graben – aber das ist ein anderes Thema.

Warum kann die Antwort aber nicht auch kreativ sein? Warum ist es nicht gleichzeitig das Ziel, dem Kommunikationspartner ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern? Und es ist und bleibt ein Kommunikationspartner – auch wenn die Nachricht in meiner Abwesenheit versendet wird.

Trotzdem lesen wir von nackten Tatsachen ohne jegliche persönliche Note:
„Bin nicht da.“
„Am xx.xx.2014 zurück.“
oder das klassische „Mails werden nicht gelesen. Melden Sie sich nach meiner Rückkehr wieder.“

Liebe Verfasser, auch wenn diese Nachricht eine Maschine versendet, sind Sie es der sie geschrieben hat. Und ich als Leser verbinde die Nachricht mit Ihrer Person. Wenn dort kein Hallo, keine Grüße, mangelnde Informationen enthalten sind, dann sammeln Sie kaum Pluspunkte.

Warum sollte ein Autoresponder nicht so formuliert sein, dass er mich neugierig macht? Das er mich innerlich auffordert, mich sofort nach der Rückkehr des Senders wieder zu melden? Oder das ich mich gemeinsam mit dem Absender über seinen Urlaub, sein Abenteuer freuen kann. Aber vor allem – warum sollte er nicht auf das Angebot, die Expertise hinweisen, die ich selbst habe und anbiete?

In einem Workshop haben wir dazu die Kopfstandmethode eingesetzt. Die „gedrehte“ Eingangsfrage lautete: „Wie gelingt es, dass unser Autoresponder dermaßen abschreckt, um jeglichen Kontakt für immer anzubrechen und dafür zu sorgen, dass der Empfänger auch sein Umfeld vor uns warnt.“
Durch dieses extreme Denken ins negative (die genannten schwarzen Löcher von oben) gelingt es oftmals außergewöhnlichere Ideen zu sammeln, schneller außerhalb der bekannten Wege zu denken.
Nach dieser ersten „bösen“ Denkeinheit arbeitet man mit den gesammelten Ideen weiter, lässt sich von ihnen inspirieren, assoziiert und dreht sie wieder ins positive. Und ja, es funktioniert.

Eine PR-Beraterin wird ihren Responder in Zukunft als Pressemeldung im Tickerstil verfassen.
„Bremen, 16.10.2014
Mit sofortiger Wirkung, reiste Frau XXX heute in ein bekanntes Erholungsgebiet. Aufgrund der Notwendigkeit zur Erholung und eingeschränkter Kommunikationsmittel, werden wir nur vereinzelt Nachrichten aus dem Gebiet erhalten…. usw.“

Ein Trainer und Coach für Führungskräfte wird über den Grund seiner Abwesenheit in Bezug zum Thema Führung sprechen. Und das kann sein, dass seine Führungskraft, sprich Ehefrau die Kommunikationsmittel im Urlaub strikt reduzieren will.

Ich selbst nutze die kreative Kraft des Gehirns meiner Leser: „Dnen Abhiewneset knan man acuh keraitv furmlieroen“.

In diesem Sinne. Nehmen Sie sich etwas Zeit für Ihren Autoresponder und überlegen Sie, wie Sie sich damit von anderen Anbietern, vom Markt positiv unterscheiden können. Er hat es verdient.

Möge die Kreativität mit Ihnen sein – Ihr Kreativitätskatalysator Nils Bäumer

 

Freundliche Grüße mit Wortassoziation

Beim Projekt „Kreativ durch die Schwangerschaftsdemenz“ standen wir zum Zeitpunkt dieser Frage zwei Wochen vor der Storchlandung (das weiß ich natürlich erst heute :-)).

Eine Befürchtung von Schatzi war es, den Kontakt in Ihr Berufsleben zu verlieren. Gleichzeitig, wollte Sie aber gerade zum Start in das Abenteuer Kind 2 nicht zu viel arbeiten.
Ich bin der Meinung, dass Kunden und Partner am besten reagieren können, wenn sie die Situation kennen und das eigene Verhalten darauf einstellen können. Wenn ich weiß, welches Abenteuer bei meinem Gesprächspartner bevorsteht, bzw. dass der Storch bald landen wird, kann ich darauf reagieren. Projekte evtl. zurück stellen oder auch eine andere Lösung für mein Anliegen sorgen.
In der heutigen Zeit der ständigen Erreichbarkeit sind wir schnelle Antworten gewohnt. Oftmals ist es aber gar nicht notwendig schnell zu regieren, denn auch heute noch haben viele Anliegen Zeit und können warten. Uns verunsichert oder stört also gar nicht die eigentliche Verzögerung sondern meistens die Unsicherheit, wenn wir keine Antwort auf eine Anfrage erhalten. Eine erklärende Information ist im Dialog wichtig und notwendig, die die Situation darstellt und angibt, wann wieder mit einem persönlichen Gespräch bzw. einer Antwort zu rechnen ist. Dies gilt bei urlaubsbedingter Abwesenheit genauso wie bei einer Schwangerschaft.
Oftmals bin ich allerdings schon fast schockiert, wie unpersönlich und fast abweisend einige dieser automatischen Antworten formuliert sind. Egal ob auf Anrufbeantwortern oder als Autoresponder für Emails. Warum nicht etwas Zeit und Kreativität investieren, um die Informationen auf unterhaltsame und freundliche weise zu formulieren? Wenn ich dadurch meinem Kontakt ein Lächeln entlocken kann, hat sich die Mühe doch auf jeden Fall gelohnt.
Ich gab Schatzi daher den Tipp einen informierenden aber auch unterhaltsamen Satz für Ihre Abwesenheit zu formulieren und empfahl Ihr folgende Technik:

Kreativitätstechnik: Wortassoziation
Viele Kreativitätstechniken sind arbeiten auf Grundlage von Assoziationen. Indem ich meine Frage, meine Aufgabe mit vorerst fremden, vom eigentlichen Thema abweichenden Informationen kombiniere. Die können Bilder sein oder auch Worte, die zufällig ausgesucht werden. Für die Technik Wortassoziation kann ein Buch oder besser einen Duden genutzt werden. Die eigene Frage wird notiert und anschließend zufällig ein Wort aus dem Duden bestimmt. Dafür blättern Sie wahllos durch das Buch und stecken irgendwann Ihren Finger ins Buch. Das Wort, auf dem der eigene Finger zufällig deutet wird genutzt.

Für die Ideensammlung unterwegs bietet sich die von mir erfundene App Kreativität41 an (für Android und iOS). Hier wird ein zufälliges Wort ausgesucht und am Bildschirm angezeigt, wenn man einmal wieder ohne Duden unterwegs ist (neben der Wortassoziationstechnik bietet die App drei weitere Kreativitätstechniken an).

Wortassoziationen eigenen sich vor allem auf der Suche nach Texten und kreativer Namensfindung. Wenn es beispielsweise darum geht, Texte für Broschüren und Internetseiten zu finden oder den durchschlagenden Namen für ein neues Produkt oder Dienstleistung. Aber natürlich auch, wenn man auf der Suche nach einem ausgefallenen Spruch für den Anrufbeantworter ist.

Ich habe die Technik eingesetzt, um 2007 den Namen für meine Agentur zu finden. Die meisten Wortkreationen, die sich um das Thema Kreativität drehen, waren schon vergeben und mir war unter anderem wichtig, dass ich für den Namen eine .de Endung im Internet reservieren konnte. Einen Begriff aus der Hirnforschung zu nehmen, hatte ich schon mehrmals versucht aber es fehlte der letzte Impuls. Natürlich erhalten Sie nur äußerst selten durch das zufällig ausgewählte Wort direkt die passende Lösung. Es geht darum, durch themenfremde Worte inspiriert zu werden und in anderen Bahnen zu denken.

In meinem Fall war es das Wort Hammel, dass letztendlich den Impuls brachte. Über Hammel kam ich auf Hammelsprünge, über diese zum Sprung und das Wort Synapsen hatte ich im Vorfeld schon auf einer Auswahlliste notiert. Wegen eines Hammels heißt meine Agentur und auch mein Arbeitsbuch zu mehr Kreativität in 3×3 Schritten heute Synapsensprung®.

Die Erlebnisse von Schatzi dazu waren:
Nils hatte DEN Spruch für meinen Abwesenheitsagenten bzw. Anrufbeantworter: „Bin dick und rund, aber gesund. Im Schwangerschaftskleid bleibt grad wenig Zeit!“

Sehr witzig! Da dachte ich das erste Mal, Nils nimmt mich nicht ganz ernst und für ihn ist das hier alles nur ein einziger großer Spaß! Wie ich mich gerade fühle mit meinem dicken Ranzen und all dem Zusatzgewicht, schien ihm ja völlig egal zu sein.

Mit Hilfe seiner Technik ist es dann schlussendlich folgender Spruch geworden:

Betreff: „Der Storch ist gelandet“

Liebe Kunden und Netzwerkpartner,

ich bin derzeit im größten Abenteuer meines Lebens – der Storch ist am 07.06.2014 das 2. Mal gelandet. :0)
Ich kümmere mich aktuell um meine eigene Vereinbarkeit von Familie und Beruf!
Ab dem 04.08.2014 bin ich gerne wieder persönlich für Sie da.

Herzliche Grüße