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Wir beAbern zu viel. Dabei macht das Undglücklich.

Sicher kennen das alle. Voller Euphorie präsentiert man seine neue Idee und erwartet die kommende Begeisterung. Und da, da kommt es   —   ein „Ja – ABER“.

Es gibt Momente, da verfluche ich das Wort „Aber“. Natürlich benutze ich es selbst viel zu oft, trotzdem sollten wir es für unsere Kreativ-Hygiene bei der Ideenfindung einsperren. Denn es hemmt den Ideenweg, stoppt ihn und gibt dem „Hemmenden“ doch das Gefühl eigentlich ja zugestimmt zu haben. Mit seinem „Ja – aber“.

Das „Aber“ hinter dem „Ja“ zerstört das Positive und dreht die Zustimmung ins Gegenteil. Was in einer Diskussion vielleicht noch sinnvoll sein kann, ist bei der Ideengenerierung hinderlich. Viel schöner ist ein „Und“, denn dann nehmen wir den Gedanken auf und stricken die Idee gedanklich weiter. Nicht immer einfach und gerade darum oft erfolgreich.

Probiert es aus und benutzt in der nächsten Ideenfindungsphase durchgehend „Und“ statt „Aber“. Und wem das noch zu einfach ist der benutzt zeitgleich die „Gewagt-Technik“. Dabei ersetzt ihr jedes „Nein“, jedes „Geht nicht“ durch das Wort „Gewagt“.

Geht nicht? – Aber, aber – vielleicht nur gewagt. Und?

Mehr zur Gewagt Technik findest du in meinem Buch „Kreativ auf Knopfdruck – Das Training für Ihren Ideenmuskel“. Zu erwerben bei mir direkt oder hier bei Amazon.

Kreativität vs. Innovation

Warum es weder kreativen Dinge noch innovative Menschen gibt

Alles um uns herum ist kreativ. Und wenn das nicht ausreicht, wird es innovativ. Wir hören von innovativen Personen und von kreativen Unternehmen ohne uns bewusst zu machen, ob und was diese Begriffe bedeuten. Ja, ob sie überhaupt noch eine Bedeutung haben oder bereits zu leere Worthülsen mutiert sind.

Kreativität definieren

Eine abschließende Definition zu Kreativität gibt es zur Zeit nicht. Vielleicht wird es auch nie eine für alle gleichermaßen passende Begriffserklärung geben. Für mich ist es vor allem eine Eigenschaft, eine Fähigkeit, die dem Menschen von Natur aus gegeben ist. Einigen von uns wird mehr davon mitgegeben, anderen weniger. Bei einigen zeigt sich Kreativität vor allem im künstlerischen, bei anderen im sportlichen Bereich oder in der Lösungskompetenz von Alltagsproblemen.

Vorhanden ist sie bei uns allen. Es ist ganz uns selbst überlassen, wie wir sie einsetzten.

Kreatives Strickzeug?

In unserem Alltagswortschatz halten immer mehr kreative Dinge Einzug. Vor kurzem wurde mir eine der kreativsten Möglichkeiten zum Ausdruck meiner Innovationskraft angeboten. Der Werbung zufolge ein geniales Jahrhundertprodukt. Es ging um ein Set mit Strickzeug. Nichts gegen Strickzeug, aber was ist daran kreativ?

Wenn Sie jetzt innerlich aufschreien und meinen, dass Stricken doch sehr kreativ sein kann, dann haben Sie völlig recht. Genau hier liegt die für unser Verständnis wichtige Unterscheidung. Der Mensch kann kreativ sein. Wenn der Mensch strickt, kann das kreativ sein. Das Strickzeug selbst ist es nicht. Dinge sind nicht per se kreativ. Eventuell sind es die Dinge, die wir mit ihnen machen.

Kreativität ist eine Eigenschaft, die dem Menschen und gerne Tieren, der Natur an sich eigen ist. Ganz sicher gibt es aber keine kreative Tagungen oder ein kreatives Unternehmen. Es sind immer Menschen, die bei diesen Tagungen oder in den Unternehmen kreative Leistungen bringen, kreativ sind.

Innovative Dinge

Wie kreativ ist dann ein iPhone?
Wie beschrieben: gar nicht. Es zeigt die Kreativität seiner Erfinder und, wenn der Markt es wie beim Produkt iPhone anerkennt, dann ist es innovativ. Produkte, Erfindungen, Dinge können innovativ sein, wenn sie etwas Neues und Außergewöhnliches bieten, das in dieser Art so noch nicht vorhanden war. Sie sind innovativ, wenn die notwendigen Infrastrukturen zur Nutzung vorhanden sind und der Markt sie durch den Kauf bestätigt. Daher kann ein Hersteller auch nicht verkünden, dass sein Produkt innovativ ist, bevor es auf den Markt kommt. Die Bestätigung dazu kann und wird erst der Markt geben. Vorher kann ein Unternehmen nur hoffen und verständlicherweise damit hoffend werben.

Entsprechend gibt es aber auch keine innovativen Menschen. Was ist an diesen denn neu? Haben Sie eine dritte Hand oder die zweite Nase? Wachsen ihnen Brüste auf dem Rücken? Das würde sicherlich die komplette Tanzwelt disruptiv revolutionieren. Sie verstehen den Gedankengang? Eine Innovation zeichnet sich immer durch eine Neuerung an der Sache aus. Ein innovativer Mensch müsste daher etwas haben, dass alle anderen nicht haben und sich durch neue Fähigkeiten auszeichnen, die durch die Innovation möglich werden.

Sportler mit künstlichem Sprungbeinen können wir also eingeschränkt als innovativ bezeichnen, wobei auch hier im Kern die künstlichen Beine innovativ sind und nicht der Mensch. Der Mensch ist es, der Materialien und Technik in Zusammenhang bringt und solch kreative Lösungen findet, dass bei Prothesen heute schon teilweise von Körperdoping gesprochen wird.

Mit der Goldwaage begreifen

Wenn Sie jetzt berechtigterweise denken, dass dies alles recht kleinlich und auf die Goldwaage gelegt ist, dann haben Sie Recht. Solange die Suche nach Kreativität und Innovation aber von Wirtschaft und Gesellschaft als eines der kommenden Hauptziele unserer Entwicklung beschrieben wird, müssen wir versuchen beides besser zu verstehen. Dafür benötigen wir klarere Begriffe und eine genauere sprachliche Nutzung in unserem Alltag.

Etwas zu verstehen, heißt es zu erkennen, es richtig „be-greifen“ zu können. Wenn wir das Wesen der Zeit begreifen wollen, bringt es uns wenig, eine Uhr auseinanderzubauen. Es gilt, hinter das Wesen der Zeit zu schauen und die Einflussfaktoren möglichst zu beschreiben.

Um die Kraft unserer Kreativität voll nutzen zu können, um dadurch die Innovationskraft unserer Produkte und Dienstleistungen zu steigern, brauchen wir ein besseres Verständnis für beides. Um das Wesen der Kreativität zu verstehen, benötigen wir ab und zu die Goldwaage, die uns vor Worthülsen und leeren Werbebotschaften schützt.

Allein bin ich kreativ

Meine Kreativität findet sich nur in mir selbst

Ein Beitrag von Vito Lupo (Preisträger bei den Zauberweltmeisterschaften). Übersetzt, editiert und eingereicht vom InSzeneMagier Thorsten AbraXas Ophaus.

In unserer heutigen Lebensform prasseln ständig fremde Ideen, Vorstellungen und Glaubenssätze auf uns ein. In einer Tour sind wir damit beschäftigt Nachrichten, Werbung, Blogs und Kaufempfehlungen danach zu bewerten, was zu uns passt und was wir ablehnen. Dabei bleibt kaum Raum für unser eigenes kreatives Schaffen, denn um sich der Kreativität zu öffnen, braucht es ein gewisses Maß an Abgeschiedenheit. Meine besten Gedanken, Zauberroutinen, Erfindungen und Ideen hatte ich in Abgeschiedenheit. Wenn Sie die Angst im kreativen Prozess allein zu sein überwunden haben, dann kann Kreativität den Platz einnehmen. Denn nur, wenn ich mich alleine mit einem Thema beschäftige, finde ich dazu in mir selbst Wahrheit, Schönheit und Seele.

Einige der berühmtesten Philosophen unternahmen täglich Spaziergänge, auf denen Sie dann Ihre philosophischsten Gedanken bekamen. Also erhebe Sie sich von Ihrem Stuhl vorm Computer und unternehmen einen netten Spaziergang durch die Nachbarschaft. Atmen Sie und zwingen Sie Ihre Gesichtsmuskeln zu einem Lächeln. Sie werden über die wundersamen Gedanken, die nur darauf warten sich Ihnen zu zeigen, überrascht sein, denn dabei denken Sie frei von täglichen Ablenkungen. Also probieren Sie es gleich aus!

Kreativität ist wie ein Muskel, der regelmäßig trainiert werden will. Es braucht Hingabe um Gedanken und Gewohnheiten zu ändern. Setzen Sie sich Ziele, erbitten Sie sich Hilfe von Anderen und nutzen Sie täglich etwas Zeit alleine, um Ihre Kreativitäts-Fähigkeiten zu steigern. Konzentrieren Sie sich darauf negative Gedanken und Selbstkritik, die Ihre Entwicklung der Kreativität beeinträchtigen, zu vermeiden. Positive Laune beflügelt Kreativität!

Also los jetzt: Planen Sie Zeit ein allein zu sein, spielen Sie, Lachen Sie und begeistern Sie die Welt mit Ihrer Kreativität.

Mehr Informationen zum InSzeneMagier AbraXas unter http://www.inszenemagier.de