Wenn Ziele nicht zum Ziel führen

Ein Wort zu Zielen und Kreativität. In Zusammenhang mit Kreativität führen Ziele oftmals nicht zum Ziel. Bei Trainings mache ich gerne die Übung „Einnorden“. Dabei drehen sich alle Teilnehmer mit geschlossenen Augen im Kreis, bis Ihre Nase nach Norden zeigt. Du kannst ja einmal selbst die Augen schließen und Norden suchen.

Du kannst es dir sicher denken. Wenn die Gruppe anschließend die Augen wieder öffnet, gibt es so viele unterschiedliche Nordausrichtungen wie Menschen im Raum.

Für ein Unternehmen, dass gemeinsame Ziele ausgegeben hat, natürlich äußerst schlecht. Die Führung gibt die Anweisung: alle nach Norden – und jeder rennt in eine andere Richtung.

Für kreatives Denken ist die ständige Ausrichtung auf ein Ziel, auf eine Richtung aber kontraproduktiv. Denn wenn wir immer mit allen in eine Richtung gehen und denken, gewöhnen wir uns daran. Es entsteht der Tod der Kreativität – die Routine. Wir müssen für neue Ideen oft die Richtung wechseln und unseren Trägheitsvektor, der uns in die alte Richtung drückt überwinden.

Fazit: für die Zielerreichung brauchen wir das Wissen der Richtung und die passende Kommunikation dazu. Für Kreativität nicht zwingend, da muss das Ziel auch mal aus den Augen verloren werden, denn sonst laufen wir alle in dieselbe Richtung, tun und denken dieselben Dinge – diese zwei Strömungen konkurrieren.

Wer die Übung Einnorden gerne einmal selbst für Trainings oder in Meetings nutzen will. Im Tu´sletter zur Podcastfolge zwei habe ich sie nochmals beschrieben.

www.nils-bäumer.de/podcast

Arbeitsblatt zur Podcastfolge 2 – Wenn Ziele nicht zum Ziel führen.

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